01 Die OEM-Sicht
Sie erfahren, was abgenommen wird – und warum Dinge scheitern.
Erfahrung von der Herstellerseite, nicht aus der Lieferkette.
Haptic Thinking · Haptik-Beratung & Spezifikation
Unabhängige Haptik-Beratung und aktive Mitwirkung im Projekt – für OEMs, Zulieferer aller Tiers und Technologieanbieter. Wir machen aus „fühlt sich richtig an“ eine Anforderung, die Lieferanten erfüllen und der Einkauf unterschreiben kann.
Gründer mit über 22 Jahren Haptik-Erfahrung, davon fast 18 auf OEM-Seite · vertraulich, NDA auf Wunsch
Die Herausforderung
Der Markt sucht noch den richtigen Weg zu aktiver Haptik. Schnelle, unzureichende Lösungen haben ihn verunsichert – schlechte Qualität verdirbt die Nachfrage. Unter Kostendruck sucht jeder die sichere Wette.
Ohne klare Anforderungen optimiert jede Seite für ihr eigenes Risiko – nicht für Ihr Produkt.
Haptik wird subjektiv diskutiert, statt objektiv spezifiziert.
Überzogene Spezifikationen treiben Kosten, ohne fühlbare Qualität zu schaffen.
Ineffiziente Konzepte treiben Komplexität, Kosten und Ausfallrisiko.
Gute Haptik hängt an Einzelpersonen – nicht an einem belastbaren System.
Unser Ansatz
Jede Lösung wird mit OEM-Brille und Kostenbrille zugleich bewertet – auf wissenschaftlicher Basis. Lieber kein Projekt als eine schlechte Lösung.
Sie erfahren, was abgenommen wird – und warum Dinge scheitern.
Erfahrung von der Herstellerseite, nicht aus der Lieferkette.
Wahrnehmung wird messbar – mit Zielwerten, Toleranzen und Abnahmekriterien, die ein Lieferant erfüllen muss.
Passive Haptik: effektive und effiziente Auslegung und Anpassung durch intuitive Methoden – etwa für das Design von Drehstellern.
Wirksame statische Kennlinien – präzise spezifiziert, mit wirksamen Toleranzen · IDM – Interaktionsbasierte Dynamische Messung
Technologie und Design so auswählen, dass sie beim OEM bestehen – gemeinsam mit Ihnen erarbeitet. Auf Wunsch begleiten wir konkret Absicherung und Serieneinführung, für passive wie aktive Haptik.
From Science to Series.
Unabhängig: keine Provisionen von Lieferanten und keine Beteiligungen an Unternehmen, die wir bewerten oder auswählen. Mögliche Interessenkonflikte legen wir vor Projektbeginn offen.
Vorgehen
Wahrnehmungsbasierte Zielwerte und Toleranzen – Relevantes von Irrelevantem getrennt.
Statische Kennlinien prüfen und dynamisch mit IDM absichern – reproduzierbar statt Bauchgefühl.
Klare Abnahmekriterien für Lieferanten und Einkauf.
Wirksame Kennlinien mit wirksamer Spezifikation und wirksamen Toleranzen fordern Zulieferer zunächst stärker – aus OEM-Sicht sind sie unverzichtbar. Am Ende erleichtern sie allen die Arbeit: Sie nehmen Druck von den falschen Stellen und lenken ihn dorthin, wo er fühlbare Qualität schafft.
Was der Markt will, braucht und zu zahlen bereit ist.
Konzept, Kosten und Details – bevor Hardware entsteht.
Gesamtsystem testen, Demo-Boxen bauen, die Kunden überzeugen.
Eine Toolbox, mit der Kunden ihre Projekte selbst umsetzen.
So beginnt es
Vertraulich · Standard-NDA auf Wunsch · persönliche Rückmeldung
Leistungen
Als Beratung oder mit aktiver Mitwirkung im Projekt: wahrnehmungsbasiert, gegenüber der Lieferkette durchsetzbar – und ausgerichtet an der Qualität, die Ihre Kunden erleben.
Unabhängige Haptik-Expertise gegenüber Ihrer Lieferkette.
Aus Bauchgefühl wird belastbare Spezifikation.
Technologiekenntnis, die Kosten senkt.
Ehrliche Bewertung, bevor es teuer wird.
Kompetenz, die im Team bleibt.
Ihr Ergebnis
Schildern Sie Ihre Ausgangslage – wir bewerten ehrlich, ob und wie wir helfen können.
ausgangslage schildernErfahrung
Die folgenden Fälle stammen aus der Serienentwicklung auf OEM-Seite vor Gründung der reisinger engineering GmbH – verantwortet oder maßgeblich mitgestaltet von ihrem Gründer (siehe Über uns).
Aktives Touchpad
Unterschiedliche Größen, Geometrien, Aktoren und Lieferanten – mit einem durchgängigen Konzept.
Aktives Zentraldisplay
Prozess und System wurden weiterentwickelt; das Know-how floss zurück in die Touchpads.
Aktive Bedienelemente
Aktives Feedback auch dort, wo keine Fuge und kein Hub sichtbar sein sollen.
Reibungsbasierte Haptik
Inklusive technischer Compliance (Ultraschall-Akustik) und Messtechnik.
Touchpad und Display belegen: Ein Konzept und ein Prozess funktionieren mit unterschiedlichen Größen, Geometrien, Oberflächenaufbauten und Aktoren.
Weitere Einordnung im persönlichen Gespräch – im Rahmen bestehender Vertraulichkeitspflichten.
Haptic Profiler
Ein interaktives Self-Assessment, das Sie durch die zentralen Kompetenzfelder führt und einordnet, wo Sie stehen. Das Ergebnis erhalten ausschließlich Sie – als PDF-Urkunde, ohne Server-Speicherung.
Über uns
Hinter reisinger engineering steht Dr.-Ing. Jörg Reisinger, unabhängiger Haptik-Experte: über 22 Jahre in Forschung, Entwicklung und Spezifikation haptischer Bedienelemente und Displays – davon fast 18 Jahre in Haptik-Verantwortung bei Mercedes-Benz (2008–2025).
Veröffentlichungen
Mercedes-Benz wird ausschließlich biografisch genannt; es handelt sich nicht um eine Kundenreferenz.
IDM (Interaktionsbasierte Dynamische Messung) ist ein von Dr.-Ing. Jörg Reisinger maßgeblich mitentwickeltes Messverfahren, das das Schwingungsverhalten eines Bedienelements im realen Arbeitspunkt menschlicher Interaktion mit normierter Fingerimpedanz erfasst – und damit eine wahrnehmungsnahe, objektive Bewertung ermöglicht.
Ursprung: an der TU München fachlich mitbetreute Promotion (2011–2014) und DFG-Transferprojekt im SFB 453. Belege: EuroHaptics 2014 · Engineering Haptic Devices (Springer, 2023) ↗
IDM-Web-Tool – Kennlinien laden & bewerten ↗ (Zugang auf Anfrage)
Haptik ist ein Systemthema. Die fühlbare Qualität am Finger ist das Ende einer Kette – von UI und Design über Framework, Architektur und Protokoll bis zum Aktor. Diese Kette entscheidet über Laufzeiten (Latenz), Usability und reaktive haptische Qualität – also wie unmittelbar und genau das Feedback der Eingabe folgt –, über die Vielfalt der Effekte und die Abstimmung mit der gesamten UX aus Bild und Ton. Neben der Interaktion werden Content und Unterhaltung auch haptisch immer relevanter.
Hintergrund: In der Serienentwicklung auf OEM-Seite vor Gründung der GmbH hat der Gründer diese Kette als Gesamtsystem verantwortet oder maßgeblich mitgestaltet – einschließlich der typischen Zielkonflikte zwischen Latenz, Effektvielfalt und Usability.
Etablierte, herstellerübergreifend verbindliche Standards für wahrnehmungsbasierte Haptikqualität sind bislang selten. Wo Spezifikationen existieren, bilden sie häufig eher die Fertigungssicht der Lieferkette ab als die vom Kunden erlebbare Qualität. Genau diese Lücke schließt eine wahrnehmungsbasierte Spezifikation.
Häufige Fragen
Für OEMs, Zulieferer aller Tiers und Technologieanbieter – als unabhängige Beratung oder mit aktiver Mitwirkung im Projekt: von der Spezifikation über die Auswahl von Technologie und Design bis zur Absicherung und Serieneinführung, für passive wie aktive Haptik. reisinger engineering liefert keine eigenen Produkte aus, sondern hilft, sie zu entwickeln.
Wirksame statische Kennlinien beschreiben den Kraft-Weg-Verlauf genau an den Merkmalen, die der Mensch tatsächlich fühlt – etwa Kraftsprung, Schaltweg und Rückstellung. Präzise spezifiziert und mit wahrnehmungsbasierten, wirksamen Toleranzen versehen, werden sie zur durchsetzbaren Anforderung. Unscharfe Kennlinien und pauschale Toleranzen erzeugen dagegen Kosten und Druck an den falschen Stellen, ohne fühlbare Qualität zu sichern. Dynamisch werden sie ergänzend mit IDM abgesichert.
Bei reibungsbasierter Haptik wird eine Oberfläche mit Ultraschall in Schwingung versetzt. Dadurch ändert sich die wahrgenommene Reibung unter dem gleitenden Finger: Texturen oder Rastungen werden fühlbar, ohne dass sich die Oberfläche sichtbar bewegt. Für die Serie entscheiden neben der Haptik auch die technische Compliance (Ultraschall-Akustik) und eine geeignete Messtechnik.
Oft weniger als angenommen – entscheidend ist die physikalisch richtige Auslegung. Mit physikalisch fundierter Auslegung – etwa mit nahezu unbewegter Oberfläche statt eines lateralen Shakers – lassen sich auch große, gekrümmte Displays mit sehr wenigen Aktoren hochwertig haptisch ausstatten.
Haptik-Spezifikation ist der technische Prozess, messbare Parameter zu definieren, die beschreiben, wie sich ein Bedienelement anfühlt – Betätigungskraft, Oberflächentextur, Feedback-Timing, wahrgenommener Widerstand. Sie ermöglicht es, Anforderungen objektiv an Lieferanten zu kommunizieren, die Serie zu verifizieren und Qualitätsdiskussionen mit Daten statt mit Bauchgefühl zu führen.
IDM ist ein von Dr.-Ing. Jörg Reisinger maßgeblich mitentwickeltes Messverfahren, das das Schwingungsverhalten eines Bedienelements im realen Arbeitspunkt menschlicher Interaktion mit normierter Fingerimpedanz erfasst – und damit eine wahrnehmungsnahe, objektive Bewertung ermöglicht. Publiziert auf der EuroHaptics 2014 und vertieft in „Engineering Haptic Devices“ (Springer, 2023).
Passive (mechanische) Bedienelemente erzeugen ihr Qualitätsgefühl über Konstruktion und Kennlinie. Aktive Haptik nutzt Aktoren: vibrotaktil (elektromagnetisch, piezoelektrisch), reibungsbasiert (Ultraschall) und elektrostatisch/kapazitiv. Jede Technologie hat spezifische Vor- und Nachteile bei Latenz, Kraft, Bauraum, Kosten und Integration – die Auswahl folgt aus der gewünschten Wahrnehmung und der Systemarchitektur von der UI bis zum Aktor.
Weil die fühlbare Qualität am Ende einer Kette entsteht – von UI und Design über Framework, Architektur und Protokoll bis zum Aktor. Diese Kette bestimmt die Latenz und deren Schwankung, wie genau das Feedback der Eingabe folgt, welche Effekte darstellbar sind und ob Haptik, Bild und Ton zusammenpassen. Wer nur den Aktor optimiert, verschenkt Qualität; typische Fehler entstehen an den Schnittstellen zwischen OEM, Zulieferer, Chip- und Aktoranbieter. Deshalb gehören Latenzbudget, Effektbibliothek und die Abstimmung mit der UX früh ins Lastenheft.
Psychophysik beschreibt den Zusammenhang zwischen einem physikalischen Reiz und seiner Wahrnehmung. In der Haptik verbindet sie technische Größen – Kraft, Weg, Beschleunigung, Frequenz – mit dem, was ein Mensch tatsächlich fühlt, etwa Wahrnehmungsschwellen und dem eben merklichen Unterschied (JND). So lassen sich Spezifikationen auf die fühlbaren Parameter fokussieren und Toleranzen dort vergeben, wo Unterschiede ohnehin nicht wahrnehmbar sind.
Passive Haptik bezeichnet die taktile Qualität rein mechanischer Bedienelemente – Schalter, Drehsteller, Tasten –, die durch ihre Konstruktion ein Qualitätsgefühl erzeugen. Aktive Haptik nutzt Aktoren (piezoelektrisch, elektromagnetisch, elektrostatisch) für On-Demand-Feedback, etwa bei Touch-Displays ohne mechanischen Hub. Beide erfordern unterschiedliche Spezifikations- und Bewertungsmethoden.
In drei Schritten: erstens eine belastbare, wahrnehmungsbasierte Spezifikation mit messbaren Zielwerten und Toleranzen; zweitens reproduzierbare Messtechnik zur Qualitätssicherung; drittens klare Abnahmekriterien für Lieferantengespräche. Ohne diese Systematik bleibt Haptikqualität an Einzelpersonen gebunden – weder übertragbar noch skalierbar.
Kontakt
Ein kurzer Anruf oder eine E-Mail genügt. Den Rest klären wir gemeinsam – vertraulich, auf Wunsch unter NDA.
Telefon
Anschrift
reisinger engineering GmbH
Marienstraße 4, 74369 Löchgau
Baden-Württemberg, Germany
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Schildern Sie Ihre Ausgangslage in einer kurzen E-Mail oder rufen Sie an. Wir bewerten ehrlich, ob und wie wir helfen können – Sie erhalten in jedem Fall eine persönliche Rückmeldung.
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